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Wie anfangen? Minimalismus für Einsteiger

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Wie anfangen? Diese Frage stellen wir uns in so vielen Lebenssituationen. Aller Anfang ist schwer – und insbesondere, wenn es darum geht, seine alten Gewohnheiten aufzugeben, stöhnen viele Menschen auf. Das muss aber nicht sein, denn Veränderung kann auch Spaß machen.

In diesem Artikel zeigen wir dir 4 wertvolle Methoden, wie du anfangen kannst, minimalistisch zu leben. Wenn dich also in einigen Jahren mal jemand anderes fragt „Wie anfangen?“, dann wirst du in dem Gebiet ein Experte sein.

Vorteile eines minimalistischen Lebens

Zuerst: Glückwunsch! Du hast dich dafür entschieden, ein bewusstes Leben zu führen. Diese Entscheidung mag vielleicht banal klingen, aber sie bringt viele Vorteile mit sich. Was für Vorteile, fragst du dich vielleicht.

Hier ein paar Beispiele, wie sich ein minimalistischer Lebensstil auf deinen Alltag auswirken kann:

  • du lebst in einem ordentlichen, aufgeräumten Zuhause
  • du sparst viel Geld (indem du weniger kaufst)
  • du sparst viel Zeit (indem du weniger über Kaufentscheidungen nachdenkst)
  • du erlernst Dankbarkeit
  • du erfreust dich mehr an den kleinen Dingen des Lebens
  • du erfährst mehr über dich selbst (indem du herausfindest, was du wirklich brauchst)
  • du hast weniger Stress (vor allem morgens vor dem Kleiderschrank)
  • du tust etwas Gutes für die Umwelt (indem du die Wegwerfgesellschaft nicht unterstützt)
  • du entwickelst die Fähigkeit, Dinge mehr wertzuschätzen

Diese Liste lässt sich natürlich unendlich weiterführen – den Minimalismus ist in vielerlei Hinsicht eine gute Sache. Aber vielleicht bist du schon vom Konzept überzeugt, dass du diese Aufzählung eher zum Gähnen findest und lieber gleich zum Hauptthema dieses Beitrags springen willst: Wie fange ich an?

Jetzt mal Klartext: Wie anfangen?

Zu Anfang sei gesagt: Jeder Mensch geht anders mit Veränderung um. Deshalb kann hier keine allgemeingültige Vorgehensweise aufgezeigt werden. Aber ich werde im Folgenden ein paar Ideen präsentieren, wie du anfangen kannst, deinem minimalistischen Ziel näher zu kommen.

1. Beginne eine „Minimalismus Challenge“

Challenges sind in letzter Zeit sehr beliebt im Internet. Sie geben dir die Möglichkeit, jeden Tag etwas Kleines zu ändern, anstatt dich sofort auf alles zu stürzen. Nach ca. 1 Monat hast du vielleicht schon mehr erreicht, als du gedacht hättest – vorausgesetzt, du hältst dich strikt an die Challenge.

Rachel Aust ist eine Bloggerin, die sich diesem Thema gewidmet hat. Auf ihrem YouTube-Kanal und ihrem Blog präsentiert sie ihren mittlerweile mehr als 600.000 Followern immer wieder inspirerende Ideen, wie man Minimalismus leben kann.

Hier habe ich eine kostenlose, deutsche 30 Tage Minimalismus Challenge für dich erstellt.

Du kannst dir so eine Challenge natürlich auch selbst zusammenschreiben, indem du beispielsweise für jeden Tag eine andere Aufgabe stellst. Beispiele hierfür könnten sein: Kleiderschrank ausmisten, Lebensmittel-Vorrat durchgehen, alte Gegenstände verkaufen, dir Gedanken um das Farbschema deiner Einrichtung machen etc.

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2. Erstelle Moodboards (lass dich von anderen inspirieren!)

Die meisten Menschen sind visuelle Typen, sie reagieren also am meisten auf das, was sie sehen. So vielleicht auch du. Diese Eigenschaft kannst du dir zunutze machen, indem du dir anschaust, wie minimalistische Einrichtungen überhaupt aussehen können. Oder schon mal was von minimalistischer Mode gehört? Nein?

In Zeiten von Google & Co. können wir auf eine unendliche Zahl von Informationen zugreifen. Ich empfehle an dieser Stelle aber insbesondere auch die Plattform Pinterest. Dort kannst du tolle Artikel über das Thema Minimalismus finden und selbst Pinnwände erstellen, in denen du Bilder sammelst. Diese Sammlung nennt man dann ein Moodboard (ins Deutsche etwas unschön zu übersetzen mit „Stimmungstafel“). Du möchtest eine Stimmung kreieren, also sammle soviel Inspiration wie möglich und versuche es Schritt für Schritt umzusetzen. Außerdem kannst du von unserer Inspirationsseite profitieren.

3. Beobachte dein Verhalten

Minimalismus hat viel mit Beobachtung und Selbstreflexion zutun, denn du möchtest ja bewusster leben und dich nicht von Trends, Angeboten etc. leiten lassen. Du möchtest in dich kehren und deine eigenen Werte entdecken, anstatt von der Gesellschaft gesagt zu bekommen, was richtig oder falsch ist.

Deshalb ist es wichtig, zunächst mal eine ganze Woche lang zu beobachten, was du trägst, was du zum Kochen nutzt, welche Gegenstände du täglich brauchst und vor allem: worauf du getrost verzichten kannst. Das zu erkennen, ist schon sehr viel wert. Denn wenn dir einmal klar wird, wieviel du eigentlich besitzt und wie wenig du davon wirklich nutzt, wird das schon Motivation genug sein.

4. Finde Gleichgesinnte

Für manche Menschen ist es einfacher, Veränderung umzusetzen, wenn sie ihre Fortschritte und Ideen mit jemandem teilen können. Dieser Jemand kann einen nicht nur auf diesem Weg begleiten, sondern allein durch seine Anwesenheit auch dafür sorgen, dass du deine Vorsätze einhältst. Oder wieso denkst du, funktioniert das beim Fitnessstudio-Besuch so gut? Man möchte die Person erstens nicht hängen lassen und zweitens auch nicht als Versager dastehen. Mach dir diesen inneren Zwang zunutze und durchlebe diese Veränderungsphase zusammen mit jemandem, dem du vertraust.

Die Person kann dir helfen, Dinge zu verkaufen, von A nach B zu transportieren und wenn wir mal ehrlich sind, ist eine emotionale Unterstützung immer toll! Vielleicht will dein/e Freund/in danach ja auch selbst Minimalist werden?!

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Wenn dir so eine Person im Leben fehlt, ist das aber auch kein Problem, denn mittlerweile gibt es genug Menschen auf YouTube, die sich wie Rachel Aust diesem Thema gewidmet haben. Wenn du gut Englisch kannst, dann gib einfach mal Minimalism auf YouTube ein und lass dich begeistern von den Ideen und Erfahrungsberichten anderer!

Inspiration und Ideen, wie das Ganze nachher aussehen kann, gibt es reichlich auf unserer Pinterest-Seite.