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Nachhaltigkeit: 8 Tipps für den Alltag

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Umweltbewusst im Alltag? Wie funktioniert Nachhaltigkeit? In diesem Artikel könnt ihr lernen, wie ihr mit der Veränderung 8 kleiner Lebensbereiche deutlich nachhaltiger leben könnt – kleine Entscheidungen mit großem Einfluss!

Am Ende des Artikels gibt es eine kostenlose Übersicht mit all den genannten Produkten zum Ausdrucken – viel Spaß!

Verschenken statt wegwerfen – Müllvermeidung ist nachhaltig

Da der Großteil von uns im Überfluss lebt, liegt der Gedanke nahe, sich von einem Teil seines Besitzes trennen zu wollen. So befreiend es auch sein kann, ungenutzte Dinge zu entsorgen, sollte man hier aber auch auf Müllvermeidung achten.  

Kleidung und Haushaltsgegenständen ein zweites Leben zu geben, ist oftmals besser als sie im Hausmüll zu entsorgen. Hinter der Müllabfuhr und dem (aufwändigen!) Recycling stehen Menschen, die überlastet und unterbezahlt sind.  

Darüber hinaus ist Müllvermeidung auch in Bezug auf die Umwelt ein entscheidender Faktor. Also, lieber Familie & Freunden unerwartet ein Geschenk machen oder die Gegenstände an Hilfsorganisationen und Heime spenden. 

Darüber hinaus sollte jeder von uns mehr daran arbeiten, Einweg-Plastikprodukte zu vermeiden. Auf dem Markt gibt es bereits viele Anbieter, die nachhaltige Ersatzprodukte bewerben. Eine gute Alternative zu Plastik ist zum Beispiel Geschirr aus Zuckerrohr, Palmblättern oder Bambus. Eine Vielzahl von hochwertigen, günstigen Plastikgeschirr-Alternativen finden sich im Onlineshop von BIOZOYG.


BIOZOYG

Saisonal und regional einkaufen

So verführerisch die exotischen Früchte und die niedrigen Preise auch sein können – hinter ihnen stehen lange Transportwege und am Hungertod nagende Bauern. Es mag sich zwar selbstverständlich anfühlen, dass wir das ganze Jahr über Bananen im Supermarkt kaufen können, aber auch diese Nachfrage wird künstlich erschaffen (meistens genau wie das Produkt selbst).   

Wenn wir uns auf dem Wochenmarkt in unserer Region umschauen, erkennen wir erst die Vielfalt der Obst- und Gemüsesorten, die Saison für Saison in unserer Nähe entsteht. Dadurch lassen sich nicht nur Umweltbelastungen durch Transporte um die halbe Welt vermeiden, sondern auch unsere Teller werden bunter, denn vieles, was auf dem Wochenmarkt verkauft wird, schafft es gar nicht erst in den Supermarkt. Und frischer ist es auch noch – lecker! 

Richtig entsorgen – nachhaltig leben

 Wenn eine Entsorgung nicht vermeidbar ist und der Gegenstand auch nicht verschenkt oder anderweitig weitergegeben kann, dann sollte man sich zumindest für die „richtige“ Entsorgung entscheiden. Aber was ist das genau?  

Mülltrennung: Die Trennung von Plastik und Papier, von Metallen und Essensresten ist in Deutschland keine Neuheit. Wir leben in einem aufgeklärten Land, wo bereits in der Schulzeit (zumindest kurz) erklärt wird, wofür zum Beispiel die gelbe Tonne steht. Wenn wir schon Zuhause anfangen, auf die Trennung solcher Dinge zu achten, erleichtern wir nicht nur unseren Mitmenschen die Arbeit, sondern ersparen auch viel Energie und unterstützen somit Recycling. 

Batterien: In vielen Drogerien sind in der Nähe der Kassen kleine Entsorgungsstellen für Batterien vorgesehen. Wer beim Wocheneinkauf sowieso dort vorbeischaut, kann seine Batterien gleich mitnehmen und einfach in die Behälter reinwerfen. Kostet nichts, bewirkt jedoch viel!  

Sperrmüll: Wer Küchengeräte oder größere Dinge loswerden will, sollte sich im Internet darüber erkundigen, wie es um einen Termin zwecks Sperrmüll steht. Meistens werden die Möbel und Geräte in nur wenigen Tagen (in Großstädten eher Wochen) vor der Haustür abgeholt. Achtung: Auch hier gilt die Regel, dass Metalle nicht mit Holzmöbeln etc zusammen abgeholt werden, also auch an dieser Stelle sollte man sich vorher informieren.  

Mehr Fahrrad fahren – für die Umwelt

Dass tägliche Autofahrten eine große Umweltbelastung darstellen, müssen wir an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Umso glücklicher sind wir darüber, dass immer mehr Städte in Radfahrer-Spuren investieren, die das Vorankommen ohne Auto deutlich vereinfachen. Gerade zur Frühlings- und Sommerzeit kann es manchmal sehr angenehm sein, eine einfache Strecke auf dem Rad zu fahren anstatt eine halbe Ewigkeit nach einem Parkplatz zu suchen.  

Mittlerweile gibt es auch einen Trend dahingehend, dass man Strecken mit Rollern befährt. Allerdings gilt es hier zu beachten, dass einige Modelle der E-Roller die Umwelt ebenfalls beeinflussen können.  

Second Hand einkaufen für Nachhaltigkeit

Immer mehr an Beliebtheit gewinnt das Kaufen von gebrauchter Kleidung. Mittlerweile gibt es erfolgreiche Plattformen wie Kleiderkreisel oder ubup, die das Shoppen von „pre-loved fashion“ zu einem großen Spaß machen. Aktuell kann man bei ubup sogar ordentlich Geld sparen, denn der Versand ist umsonst und die Ware kann – wenn sie einem doch nicht gefällt  ohne Wenn und Aber zurückgeschickt werden. Probiert es doch mal aus! 

Wer sich das Second Hand-Shopping so richtig zum Erlebnis machen möchte, kann seine Freunde zusammentrommeln und eine Tour durch die ganze Stadt machen, während der sämtliche Second Hand-Shops abgeklappert werden. Meistens sind die Preise deutlich günstiger, obwohl es sich um neuwertige Markenkleidung handelt. Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, wie viele Menschen kaum gebrauchte Kleidung in bestem Zustand wegschmeißen.  

Warum ist das Kaufen „neuer“ Kleidung eigentlich verwerflich? Bekannte Shops wie H&M, Zara & Co arbeiten nach dem „Fast Fashion“-Prinzip. Es gibt ein fast wöchentlich wechselndes Sortiment, produziert im Ausland zu Hungerlöhnen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, werfen wir einen Großteil unserer Kleidung nach wenigem Tragen weg. So entsteht ein Überfluss an „gebrauchten“ Klamotten, die schließlich zum Verbrennen in Afrika landen. Also, bitte versucht, dieses wenig nachhaltige Geschäftsmodell nicht zu unterstützen! 

Hier erfahrt ihr, wie ihr euch einen Capsule Wardrobe (minimalistischer Kleiderschrank) einrichten könnt!

Weniger Fleisch essen für Nachhaltigkeit

Diese Nachricht schockiert vielleicht die einen, aber andere werden wiederum kräftig nicken. Fakt ist: Die Art, wie wir Fleisch konsumieren, ist nicht nachhaltig. Es geht nicht darum, jeden Burger und jedes Steak zu verteufeln und auf alles zu verzichten, was einem lieb ist. Aber es führt kein Weg daran vorbei, sich zumindest intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen und eine Lösung für sich selbst zu finden. 

Zurzeit gibt es einen großen Boom an fleischlosen Alternativen im Supermarkt. Vegetarische Wurst, veganer Käse und Bolognese aus Sojagranulat sind für viele Vegetarier längst zum Alltag geworden. Aber nicht immer müssen es Nachahmungen von Fleischgerichten sein: Auch eine leckere Gemüsepfanne mit Reis kann sättigen. Viele Süßigkeiten wie z.B. Oreo-Kekse sind unerwartet vegan. Es ist immer wieder witzig zu sehen, dass so viele Menschen glauben, ein veganes Leben bestünde nur aus Salatblättern. Das ist schlichtweg falsch.  

Aber warum hat Fleisch überhaupt mit der Umwelt zutun? Zum einen umfasst die Umwelt auch die Welt, in der wir leben (wollen) – und Tiere ist nun mal ein Bestandteil davon. Wollen wir in einer Gesellschaft leben, in der wir Tiere künstlich schwängern, jahrelang auf einem halben Quadratmeter leben lassen und ihren Nachkommen die Milch wegnehmen, die sie zum Wachsen brauchen? Zum anderen wird durch die Produktion von Tierfutter der Regenwald zerstört, um Sojaplantagen anzubauen (und nein, nur ein Bruchteil dieser Plantagen wird für die Herstellung vegetarischer Produkte genutzt). Es gibt viele gute Gründe, um auf Fleisch zu verzichten  man muss es nur wollen. 

 Plastik vermeiden 

Kein Geheimtipp mehr, aber dennoch eine Nennung wert: Wir sollten, so oft es geht, Plastik aus unserem Leben streichen. Verpackungen, Tüten, Kaffeebecher – Plastik ist überall. Selbst in unserer Kleidung (z.B. Polyester = Mikroplastik). Es erscheint unverständlich, wie so etwas Problematisches wie Plastik jemals zur Selbstverständlichkeit in unserem Konsumverhalten werden konnte. Nachhaltigkeit? Fehlanzeige. 

Das Problem mit Plastik ist, dass es nicht recyclebar ist. Konkret bedeutet das, dass wir Stunde für Stunde etwas produzieren, was wir nicht wieder abbauen können. Selbst derjenige, der nicht viel Fantasie besitzt, kann sich ausmalen, wie eine Zukunft aussehen könnte, in der das jahrelang so weitergeht. Plastik „zersetzt“ sich nicht wie z.B. Papier, sondern muss über einen extrem langen Zeitraum von Wind und Wellen zermahlen werden. Bei einem einfachen Becher kann es bis zu 50 Jahren dauern – und das für 10 Minuten Kaffeegenuss to go? Nein, danke! 

Anstelle von Plastik kann man heutzutage viele Alternativen finden, die eigentlich kaum innovativ sind: In der Vergangenheit haben unsere Großmütter bereits Einkaufsbeutel aus Stoff immer wieder- und wiederbenutzt. Oder wie wäre es mal wieder mit dem guten, alten Rucksack für kleinere Einkäufe? Wünscht euch doch mal einen stylischen Kaffeebecher aus Bambus, Reis, Glas, Kork oder Holz zum Geburtstag. Es gibt so viele Alternativen – wir sind nicht auf Plastik angewiesen! 

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Leitungswasser trinken 

Klingt vielleicht etwas überraschend in dieser Liste, aber der letzte Punkt ist vielleicht sogar der Wichtigste: Der Milliardenkonzern Nestlé privatisiert in Afrika Wasserquellen wie z.B. Brunnen, um sie in Plastik (!) verpackt hierzulande teuer zu verkaufen. Unabhängig davon, ob ihr zwischen all den Marken Unterschiede schmeckt, ist dieses Vorgehen unethisch und sollte boykottiert werden. Wer auf seinen San Pellegrino nicht verzichten möchte (ich kann es verstehen!), sollte sich dennoch darüber im Klaren sein, was und vor allem wen er damit unterstützt. 

Über diesen gesellschaftlichen Aspekt hinaus, gibt es natürlich auch noch weitere Gründe, um Leitungswasser zu trinken. Niemand muss in Deutschland Bedenken haben, wenn er „frisches“ Wasser aus der Leitung trinkt. Wer dennoch über mögliche „Kalkverschmutzungen“ besorgt ist, kann sich für wenige Euro einen Wasserfilter kaufen – und sich das Schleppen von schweren Wasserflaschen sparen! 

Jeder von uns kann einen Beitrag zur Umwelt leisten. Oftmals sind es die kleinen Dinge, die ruckzuck ersetzt werden können – man bemerkt den Unterschied nicht einmal. Aber die Welt, in der wir leben, und vor allem die Welt, in der unsere Enkelkinder reingeboren werden, wird es uns danken. Jeder kann etwas dagegen tun. Wir sind die Verbraucher, wir bestimmen die Nachfrage. Also kommt es auch auf DEIN Handeln an – leg am besten heute los!

Kostenloser Download – alle Punkte grafisch zusammengefasst