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Digitaler Minimalismus – Was bedeutet Digital Detox?

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Wenn es um Minimalismus geht, wird ein wesentlicher Lebensbereich oft vergessen: die digitale Welt. Weil es sich nicht um Dinge handelt, die man anfassen kann, scheint das virtuelle Innere von Handy, Computer und Co. nicht dazuzugehören. D

och auch digitaler Ballast liegt uns auf der Seele und sorgt für Stress. Studien ergaben zum Beispiel, dass die Aufmerksamkeitsspanne abnimmt, je länger man sich in der virtuellen Welt aufhält. Ebenso leidet das Gehirn: Die Flut an Informationen sorgt dafür, dass auf Dauer weniger davon gespeichert werden.

„Digital Detox“, also das digitale Entgiften, ist das Gegenmittel zum medialen Dauerstress. Das Gift in diesem Kontext: ständige Erreichbarkeit, Ablenkung durch Zeiträuber-Apps, kräftezehrende Diskussionen in den sozialen Medien sowie die andauernde Furcht, etwas zu verpassen. Aber wie befreit man sich davon?

Beim Digital Detox geht es keinesfalls darum, das Handy wegzugeben und nur noch während der Arbeit den Computer zu benutzen. Es geht vor allem um Entschleunigung und bewusste Nutzungszeiten, um sich auch virtuell von einem unnötigen Zuviel zu befreien. Das Ziel ist deshalb nicht, alle Technik aus dem Leben zu verbannen, sondern wie im wahren Leben auszumisten, zu ordnen und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Digital Detox in 6 Schritten: Wie man sich vom Online-Wahn befreit

Schritt 1: Benachrichtigungen ausschalten

Neue Likes zu einem Foto vom letzten Mittagessen sind zwar schön, aber nicht so wichtig, dass du sofort davon erfahren musst, oder? Wenn die Benachrichtigungen ausgeschaltet sind, ist es wesentlich einfacher, sich nicht ablenken zu lassen.

Schritt 2: Ausmisten

Welche Apps auf deinem Handy bringen dir einen spürbaren Mehrwert? Viele Spiele, Tracker und Social-Media-Plattformen sind nur Zeiträuber. Alles, was du nicht regelmäßig nutzt und keinen wertvollen Beitrag zu deinem Alltag leistet, sollte vom Handy verschwinden.

Schritt 3: Ordnen

Der Computer sollte ebenfalls ausgemistet werden, denn dort sammelt sich gerne Datenmüll im großen Stil an. Überlege dir eine sinnvolle Ordnerstruktur und behalte nur, was du brauchst.

Schritt 4: Feste Zeiten für Kommunikation

Schreibe Mails und Nachrichten zu festgesetzten Zeiten. Niemand ist verpflichtet, immer postwendend zu reagieren. Es hat viel mit Selbstliebe zu tun, sich zu erlauben, nicht dauernd erreichbar zu sein.

Schritt 5: Nutzungsverhalten tracken

Apps wie „Moment“ oder „Checky“ helfen dabei, den Überblick zu behalten, wo, wie oft und wie lange man sich online aufhält. So enttarnst du die gravierendsten Zeiträuber und kannst dich nicht selbst beschwindeln.

Hier findest du die besten Apps für einen erfolgreichen Digital Detox. 

Schritt 6: Einfach mal ausschalten

Feste Offline-Zeiten sorgen für Entspannung und Entschleunigung. Schenke dir also regelmäßig und bewusst eine Technologie-Pause. Wie wäre es beispielsweise mit einem Offline-Sonntag – oder gar einem Offline-Wochenende?

Fazit

In unserer schnelllebigen Welt sind wir sehr häufig einer Reizüberflutung ausgesetzt, von der wir uns manchmal eine Auszeit nehmen sollten. Es kann sehr erfüllend sein, ab und zu offline zu gehen, um sich wieder aufs Wesentliche konzentrieren zu können. Wie wäre es mit einer kleinen Lese-Session, vielleicht über das Thema „Digitaler Minimalismus“?

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